PRESSESTIMMEN
„Peer Gynt“ Gelnhäuser Neue Zeitung Nicht nur ein Schauspiel gesehen, sondern das Theater erlebt Das vierstündige Open Air Spektakel entfaltet sich an eine angenehmen, regenlosen Sommerabend, wird zu dem, was gerne mit „unvergesslich“ umschrieben wird. Sowohl der Schlosshof als auch das Innere der Burgruine und der Südhang der Burg sind Spielstätte. Die Zuschauer wechseln mehrmals die Plätze, gehen wörtlich genommen, der Handlung nach. Atemlos verfolgen sie turbulentes, lautstarkes Toben über die Mauerzinnen. Gebannt erleben sie die mysteriösen Trollszene in der Dämmerung und den Tod der Mutter Aase, genau ins Gegenlicht der tiefstehenden Sonne eingepasst. Nicht minder mitreißend die absurde Szene im Irrenhaus unterhalb der Sphinx-Kulisse oder später, schon in völliger Dunkelheit, die Schiffsüberfahrt und der Schiffbruch im nächtlichen Sturm. Am eindrucksvollsten aber das Spiel der vielen Akteure. Präsent, witzig, ja spontan wirkte ihre Kunst. Sie machten den teils schwierigen, geistigen Hintergrund des Schauspiels verständlich. Mächtiger Applaus, stehende Ovationen unterstreichen den überzeugenden Erfolg der Premiere.
Kinzigtal – Nachrichten „Peer Gynt“ in der Burgruine Grandiose Geistesnahrung für die, die es beleben, und jene, die es besuchen. „Dass da gehören soll, was da ist, denen, die gut für es sind.......“ Wenn Impresario Günther Keim mit über hundert Laienschauspielern Ibsens Peer Gynt inszeniert, findet dies Brechtsche Postulat höchste Erfüllung – dann verschmelzen Monumentalepos und Episches Theater zur atemberaubenden Symbiose.
Bergwinkel Wochen-Bote Eine Zauberwelt, zum greifen nahe Über einhundert Darsteller spielten, fabulierten, verkörperten, ja, lebten Ibsens Stück. Im Abendlicht erwachten Trolle, böse Geister, Beduinenmädchen, Seefahrer und die rätselhafte Sphinx in den Mauern der Burgruine Schwarzenfels zu farbenprächtigem Leben.
Main Post Ein Fest für die Sinne Fiese Trolle, erotische Orientalinnen und eine dauerlächelnde Queen – Peer Gynt entführt die Zuschauer in eine knallbunte Traumwelt. Eine Fledermaus, die auf Stelzen schwingt, ein grünschillernder Drache und ein bizarres Schweineorchester – das Drama von Henrik Ibsen hat auch den Kostüm- und Maskenbildnern in Sachen Phantasie keine Grenzen gesetzt. Herausragend in seiner Rolle als Peer Gynt: Der Berufsschauspieler Torsten Blanke. Er spielt den jungen, unbekümmerten Bauernsohn, der in seiner Traumwelt lebt und mit der Wirklichkeit nicht zurecht kommt, ebenso eindrucksvoll wie den alten verbitterten Peer, der nach einem abenteuerlichen Leben sein eigenes Ich immer noch nicht gefunden hat.
Frankfurter Rundschau Farbenfrohes, kraftvolles Spektakel mit komödiantischen Glanzlichtern „Echo spricht deutsch, Jossa-Dialekt.“ Auch mit solchen Randbemerkungen verdeutlichen die Akteure auf Burg Schwarzenfels ihren Anspruch: Dieses Theater will ein Gesamtkunstwerk sein, das seine Herkunft nicht verleugnet. Wenn Gynt, der rastlose Träumer, im Land der Trolle oder in Afrika seine Abenteuer besteht, eine groteske Situation im Irrenhaus erlebt, sind die Schauspieler in ihrem Element und bieten ein kraftvolles Spektakel mit etlichen komödiantischen Glanzlichtern. Das Publikum war begeistert von dem Gebotenen und honorierte die Aufführung am Ende mit stehenden Ovationen. |